Morgenroutine - Wie du perfekt in deinen Tag startest

Für viele Menschen startet der Morgen bereits hektisch und stressig. 

 

5 mal den Wecker auf Snooze gedrückt, verschlafen die Zähne putzen, schnell nen Kaffee trinken und dann geht's auch schon  auf den Arbeitsweg? Vielleicht vorher noch die Kinder fertig machen und vor der Schule absetzen. Stress schon wenn der Tag beginnt. Und dieser zieht sich dann wie ein roter Faden durch den ganzen Tag. 

 

Nach Feierabend kommst du dann erschöpft zu Hause an, bist froh dich auf die Couch fallen lassen zu können. Ein Gedanke daran, heute vielleicht früher ins Bett zu gehen, wird durch eine neue Netflix Serie oder das Abendprogramm im Fernseher zunichte gemacht. Und am nächsten Morgen geht das ganze wieder von vorne los. Und das sollst du bis zur Rente durchmachen? 

 

 

Mit welchen gedanken setzt du den ersten fuß aus dem bett?

 

Für mich hat der Morgen etwas magisches. Wenn Die Welt erwacht und ein neuer Tag, voller neuer Möglichkeiten und Chancen auf mich wartet. Alleine jeden Morgen gesund neben meinem Partner aufwachen zu dürfen macht mich morgens schon glücklich. 

 

Denkst du es macht einen Unterschied, ob du ... 

 

1) dankbar bist, aufstehen zu dürfen und dich darauf freust, was du an diesem Tag alles erreichen kannst

2) dich ärgerst, aufstehen zu müssen und was du heute alles zu tun hast

 

Wie wirst du mit der Haltung 1 in den Tag starten und wie mit der Haltung 2?

Wie wirst du durch den Tag gehen?

Wirst du eher die positiven Dinge sehen, nach Lösungen suchen und alles Schöne genießen können? Oder wirst du den Blick auf Negatives gerichtet haben, Probleme fokussieren und dich ärgern? Wirst du produktiv an deinen Zielen arbeiten und auch auf sie zugehen oder nicht wirklich vorankommen, weil du nur das siehst, was noch nicht gut ist? 

 

Ich denke hieraus wird klar, dass deine eigene Haltung, deine eigenen Gedanken und deine Art mit Herausforderungen umzugehen, darüber entscheiden, wie du dich fühlst und wie du durch den Tag gehst. 

 

Genau dafür kannst du bereits morgens mit einer Routine den Grundstein legen. Du kannst dich, deine Gedanken und deinen Fokus prägen und entscheiden, wie du selbst sein möchtest. 

 

Dieses "sich prägen" kannst du natürlich nicht nur morgens machen, sondern jederzeit, wenn du das Gefühl hast, alles steigt dir gerade über den Kopf. 

 

 

Wie sieht eine gute Morgenroutine aus?

 

Im Buch "Tools der Titanen" findet sich eine Zusammenfassung von vielen interessanten Interviews, die Tim Ferris mit unterschiedlichsten Menschen aus vielen verschiedenen Bereichen geführt hat. Jede Person hatte in ihrem Bereich etwas außergewöhnliches erreicht oder erlebt. 

 

Die Gemeinsamkeiten der erfolgreichsten und glücklichsten Menschen? 

 

Eine Morgenroutine. Und zwar nicht nur das übliche Zähneputzen, Anziehen, Kaffee trinken, das ja durchaus auch eine Routine ist, wenn man es täglich macht. 

 

Für eine sinnvolle, positiv stimmende Morgenroutine gibt es ein paar besonders effektive Strategien. Was sie dir bringen? 

 

  • Energie für den Tag 
  • Mehr Fokus und Konzentration 
  • Gute Grundstimmung 
  • Entspannter Start, statt Hektik und Stress 
  • Du visualisiert deine Ziele & arbeitest automatisch darauf hin 
  • Du stärkst deine Entscheidungsfähigkeit über den Tag 
  • Du gibst Körper & Geist Zeit zum wach werden 

 

Zeit mit dir selbst

 

Die erste Zeit nach dem Aufwachen sollte für dich reserviert sein. Das können nur 5 Minuten im Bett sein oder auch die erste Stunde. Das ist abhängig von deiner familiären Situation und wie früh du aufstehen willst. 

 

Warum ist das wichtig? 

 

Die ersten 60 - 90 Minuten des Tages prägen deine Stimmung für die nächsten 12 und mehr Stunden. 

 

Meist sind wir den gesamten Tag mit anderen Menschen zusammen und haben den Kopf voller Dinge, die nicht primär uns selbst betreffen. Dadurch geht schnell der Draht zum eigenen Körper und den eigenen Bedürfnissen verloren. Wenn du bereits morgens nach dem Aufstehen total gestresst und mit dem Kopf bei den gefühlt 1000 zu erledigenden Sachen bist, dann wirst du den gesamten Tag in Hektik, Stress und abgeschnitten von dir selbst sein.

 

Zeit mit dir selbst zu verbringen, ohne Ablenkung durch Fernseher, Handy, Computer oder anderen Dingen, stärkt wieder das Gespür für die innere Stimme. Das hilft dabei, auch im vollen Alltag die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und dich selbst als Fels in der Brandung zu sehen.

 

Ich stelle mir die Wirkung immer so vor: Ich sitze in einer Glaskugel und kann alles beobachten, was um mich herum (außerhalb meiner Kugel) passiert. Ich beobachte nur und kann selbst entscheiden, was ich in meine Kugel hineinlasse, worauf ich reagiere und was draußen bleiben muss. 

 

Für deine Morgenroutine heißt das 

 

Meditation

  • Entweder noch bevor du aufstehst, mit geschlossenen Augen im Bett, oder an einem für dich bequemen und ruhigen Platz im Sitzen
  • Die Zeit, die du dir hierfür nimmst ist variabel. Beginne mit 3-5 Minuten täglich und erhöhe die Zeit nach jeder Woche. Stell dir dafür einen Timer 
  • Das Ziel ist es, Gedanken zu beobachten, ohne zu bewerten. Also weder das ist gut, noch das ist schlecht zu denken. Sondern einfach nur "Ok, das geht grade in meinem Kopf ab" und dann lässt du den Gedanken weiterziehen.
  • Das Ziel ist es nicht, gar nichts mehr zu denken und zu fühlen. Es geht darum, einen Bezug zu deinem Körper herzustellen und zu erkennen, dass du nicht deine Gedanken bist. Du kannst nämlich auch hinterfragen, ob diese Gedanken wahr sind, ob und wie du auf sie reagieren willst, ob du sie weiterdenken oder dich von ihnen distanzieren möchtest.

1) Spüre deine Atmung - nimm jede Ausatmung und Einatmung und die Bewegung in deinem Brustkorb wahr

2) Lass deine Atmung weiter fließen, scanne dich einmal von den Zehen bis zum Scheitel und spüre in alle Gliedmaßen hinein.

3) Wie fühlst du dich? 

4) Bleibe nun mit deinem Fokus wieder bei deiner Atmung und beobachte deine Gedanken, wenn sie aufkommen. Wenn du merkst, dass du einem Gedanken nachhängst, dann lenke deine Aufmerksamkeit einfach wieder auf deine Atmung zurück. Du kannst deine Atmung auch mit einem Mantra, also einem gesprochenen, bzw. gedachten Vers verbinden. Mit jedem Einatmen denkst du "Lass" und mit jeden ausatmen "los"

4) Zum Schluss der Meditation stelle dir bildlich vor, wie du heute alle Möglichkeiten und Chancen nutzt, dein Leben nach deinen Vorstellungen zu gestalten. Das ist ein riesiges Privileg und du darfst dankbar dafür sein, dass du heute gesund und in dieser Fülle von Möglichkeiten aufgewacht bist.

Spüre diese Kraft und Energie in dir, die dich alles erreichen lässt. DU gestaltest dein Leben und DU kannst heute einen weiteren Schritt in Richtung Ziel machen. Mach das Beste daraus. Führe dir so genau wie möglich vor Augen, wie dein Leben in der Zukunft aussieht.  Was siehst du, was fühlst du und was tust du mit deinem zukünftigen Ich? Was hast du getan, um dort hinzukommen? Welcher Mensch möchtest du sein? Welche Gedanken denken, welche Taten umsetzen und welche Werte leben?

 

Und dann tu genau das! Du bist bereit dafür und du hast alles, was du dafür brauchst schon in dir. Lass dich nicht länger eingrenzen und lass dein Licht leuchten. 

 

Dankbarkeit ist ein großer Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Denn in Dankbarkeit kannst du dir keine Sorgen machen, kannst keinen Hass und keinen Stress empfinden. Du erfreust dich daran, was du bereits geschafft hast, was oder wer Teil deines Lebens ist und erkennst dabei auch, dass alles davon heute Abend vielleicht nicht mehr da sein wird. Genieße das was du hast - deine Gesundheit, die Zeit mit den Menschen, die du liebst, die Natur, die dir deine Zeit auf der Erde ermöglicht. 

 

Denkst du, dass diese Gedanken am Morgen einen Einfluss auf dein Verhalten haben können? 

Probier es aus und du wirst erstaunt sein, was innerhalb einiger Tage und Wochen mit dir passiert. 

Das spannende dabei: Es hat sich eigentlich nichts verändert und doch verändert sich alles für dich.

Weil DU deine Gedanken verändert hast.

 

Ich kann dir für deinen Einstieg in die Mediation folgende Apps empfehlen: 

  1. Headspace
  2. Calm 
  3. 7 Mind
  4. Balloon 

 

Plane deinen Tag

Eigentlich gehört das sogar eher in die Wochenvorbereitungen / den Abschluss der alten Woche hinein. 

 

Plane dir zuerst alle Zeiten, die für dich bestimmt sind. Training, Entspannung, Kochen, nichts tun - alles, was dir dabei hilft, Körper, Geist und Seele zu stärken und zu nähren hat oberste Priorität.

 

Denn wie willst du denn sonst für andere da sein, wenn du nicht für dich selbst da sein kannst? Oder wenn es dir sogar schlecht geht und du krank bist? 

 

Deshalb ME TIME blocken, jeden Tag mindestens 1 Stunde. Diese Zeit sollte unverhandelbar sein. 

 

Für deine Morgenroutine heißt das

 

1. Wann ist was zu tun? 

2. Wie viel Zeit hast du zur Verfügung? 

3. Was hat welche Priorität? 

4. Wann ist deine ME TIME und für was möchtest du sie heute nutzen?

5. Welche Chancen bieten sich dir heute, um deinem Ziel einen Schritt näher zu kommen? 

6. Mit welchem Gefühl willst du heute Abend auf den Tag zurück blicken? 

 

bewegung

 

Dein Körper ist für Bewegung geschaffen. Rein evolutionär sind deine Gene darauf geprägt nach dem Aufstehen für Verpflegung zu sorgen. Und das ganz ohne Frühstück! 

 

Weiterhin stockt in der Nacht der Lymphfluss im Körper, denn die Lymphflüssigkeit wird passiv durch Muskelaktivität durch den Körper bewegt. Die Lymphe hat wichtige Funktionen in der Immunabwehr und bei der Entgiftung. Sie fungiert wie ein Abwasser- und Transportsystem. 

 

Deshalb solltest du dich nach dem Aufstehen bewegen. Und dafür reicht die Bewegung vom Bett, ins Bad, zur Kaffeemaschine und zum Auto nicht aus. 

Den gesamten Körper in Bewegung bringen, Muskeln arbeiten lassen und das für ca. 10 Minuten ist dagegen schon eine Möglichkeit. Trampolinspringen oder Trockenbürsten sind für die Lymphe besonders fördernd.

 

Aber auch Bewegung durch Yoga, Joggen gehen oder Fitnesstraining ist gut für die Lymphe und macht dich richtig wach, bringt die Durchblutung in Gang und fördert deine Stimmung, Konzentration und Leistungsfähigkeit für den restlichen Tag. Denn bei Muskelaktivität werden Botenstoffe und Hormone ausgeschüttet, Stress und Entzündung reduziert und die Insulinsensitivität verbessert.  

 

Für deine Morgenroutine heißt das

 

Mindestens 10 Minuten

  • Yoga, Faszientraining, Pilates, Mobilisieren
  • Spaziergang, Joggen, Fitnesstraining, Körpergewichtsübungen, die Haustreppe ein paar mal hoch und runter rennen, ein paar Klimmzüge an einer Stange, die du an der Decke befestigst 
  • Mach dir deine Lieblingsmusik an und dann: tanzen, hüpfen, springen, mitsingen - du wirst mit so guter Laune wie schon lange nicht mehr in den Tag starten ;-) 

 

 

Trinken

 

Über Nacht kommt nicht nur die Lymphe ins Stocken, auch dein Flüssigkeitshaushalt nimmt stark ab. Vor allem im Sommer, wenn du nachts stark schwitzt, verlierst du einiges an Wasser. Und das ist eines der wichtigen Lebensmittel überhaupt, denn dein gesamter Körper besteht zu 70 % daraus und ohne überlebst du gerade mal ein paar Tage.

 

Dabei ist Wasser die einzige Flüssigkeit, die wirklich Durst stillen kann. 

In unserer Evolution gab es allerdings keine abgefüllten Flaschen, aus denen wir alle paar Minuten etwas trinken konnten. 

Wie beim Essen, war auch hier der Mangel die Norm. Erst das Durstgefühl hat uns dazu animiert nach Wasser zu suchen und das konnte schonmal eine Weile dauern. Wir sind also evolutionär daran angepasst auch mal Durst zu empfinden und diesen dann auf einmal mit einer größeren Wassermenge zu stillen. Den ganzen Tag über ständig kleine Schlückchen zu trinken, obwohl gar kein richtiger Durst besteht, ist dagegen wenig sinnvoll. 

 

Für deine Morgenroutine heißt das

 

1) Trinke nach dem Aufstehen 500 ml Wasser mit Zitronensaft und einem viertel TL Himalaya - oder Steinsalz*

2) Trinke erst wieder, wenn du wirklich Durst hast und dann ebenfalls so viel, bist der Durst gestillt ist (=Bulk Drinking) 

 

*Salz im Wasser? 

Kochsalzlösung ist die dem Blut ähnlichste Substanz. Außerdem nährt und entlastet Salz die Nebenniere, welche für die Stresshormonproduktion (Adrenalin, Noradrenalin, Aldostreon, Cortisol) zuständig ist. Cortisol wird hauptsächlich während Stresssituationen ausgeschüttet, aber auch am morgen ganz natürlich produziert, um uns wach zu machen. 

Idealerweise wachst du jeden Morgen durch einen hohen Cortisolspiegel zwischen 6 und 8 Uhr ohne Wecker auf und bist innerhalb weniger Sekunden startklar und fit.

 

Die vielen Stressfaktoren heutzutage fordert die Nebenniere und deren Ausschüttung der Stresshormone permanent, wodurch ihre Funktion nachlässt. Das spürst du unter anderem durch Müdigkeit und schweres in die Gänge kommen am Morgen.

Dieser Morgendrink mit Zitrone und Salz ist eines der einfachsten Wege, um die Nebenniere zu stärken und dein Energielevel zu erhöhen.

 

kalt duschen

Warum, um alles in der Welt solltest du morgens kalt duschen? Du hast dich gerade mühsam aus dem schön warmen Bett gequält. Alleine unter die Dusche zu gehen kostet dich schon deine ganze Motivation. Warum denn also auch noch mit kaltem Wasser foltern? 

 

Fast überall haben immer bequeme Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad. Klimaanlage und Heizung im Auto, auf der Arbeit, beim Einkaufen, warmes Wasser und dicke Kleidung im Winter. Gut ausgebaute Häuser halten die Temperaturen, so wie wir sie einstellen. 

 

 

Und damit machen wir unseren Körper zum Weichei. Heute ist es zu kalt, morgen zu warm. Mit Temperaturabweichungen abseits unserer überall verfügbaren Wohlfühltemperatur kommen wir nicht mehr gut klar.

 

Wir frieren schon beim Anblick anderer Kulturen, die mit Spaß in Eislöcher hüpfen und schütteln Verständnislos den Kopf. Allerdings machen die Russen, Chinesen und Skandinavier das nicht ohne Grund.

 

Kälteexposition hat viele positive Effekte auf Körper und Geist, denn die Wirkungen sind gut ...

  • für den Kreislauf 
  • für das Herz 
  • für straffe Haut 
  • für ein besseres Energielevel 
  • für die Stimmung 
  • für ein effektives Immunsystem 
  • für mehr Selbstvertrauen & Willenskraft
  • Eine kalte Dusche ahmt die evolutionären Stressoren aus der Natur nach - unser Körper wird unter Stress gesetzt und kann direkt darauf reagieren. Das wirkt sich besonders positiv regulierend auf unsere Stresssysteme aus und auch auf deinen Umgang mit anderen stressigen Situationen 

 

Für deine Morgenroutine heißt das

 

1) Dusche zuerst wie gewohnt warm und atme ganz ruhig ein und aus, ca. 5-6 Atemzüge in der Minute 

2) Stelle die Dusche auf kalt, dein Körper wird reflexartig beginnen schneller zu atmen: Der Trick dabei: Behalte die Kontrolle und atme weiter gaaaaaanz ruhig 

3) Wenn du die Kontrolle über deine Atmung zurück hast, wird sich die Kälte anders anfühlen

4) Versuche 3-5 Minuten unter dem kalten Wasser zu bleiben, ist dir die direkte Umstellung auf kalt zu krass, dann gehe über 2-3 Schritte von warm nach kalt oder beginne zuerst an den Füßen, über die Beine, über die Arme und dann den Rumpf

5) Genieße die Klarheit, Wachheit und die Glücksgefühle nach der kalten Dusche

6) Langfristig stärkst du damit auch dein Selbstvertrauen und die Willenskraft Dinge zu tun, die zuerst unangenehm sind. Durch die entstehenden Glücksgefühle nach der Dusche, wirst du für dein Durchhalten belohnt. Und das überträgt sich auch auf andere Situationen. 

 

Lass nur gutes in deine morgenroutine

 

Deine Morgenroutine soll dir einen guten, entspannten und energievollen Start in den Tag geben. Dich mit deinen Zielen verbinden, dir Kraft geben und Fokus für die wirklich wichtigen Dinge schaffen. 

 

Verbanne deshalb alles in den ersten 30 Minuten (besser 2 Stunden), was dich dem nicht näher bringt. Alles was dich ablenkt, runterzieht, Energie raubt oder stresst. Lass dafür morgens Social Media, Radio, Fernseher, Internet, E-Mail Programm und einfach alles aus, worüber du schlechte Nachrichten hören oder negativen Input bekommen kannst. 

 

Du musst schon früh auf die Arbeit oder musst auch deine Kinder fertig machen und hast dafür keine Zeit?

 

Schaffe eine Morgenroutine für die ganze Familie. Ihr könnt (bis auf das Duschen wahrscheinlich) alles gemeinsam machen. Du wirst dadurch zum Vorbild für deine Kinder. Denn sie übernehmen genau das, was du tust, nicht das was du sagst. ;-) Und sie werden davon profitieren. Ein Bewusstsein für ihren Körper und ihre Würde entwickeln und diese Grenze auch nach außen setzen. 

 

Versuche deine Schlafgewohnheiten zu optimieren - abends früher schlafen gehen, morgens früher aufstehen. Plane dir 30 Minuten morgens ein, um entspannt und positiv in den Tag zu starten. Du wirst deinen gesamten Tag ganz anders erleben. 

 

optimaler schlafplatz

 

Dein Schlaf hat natürlich auch Einfluss darauf, wie du dich am nächsten Morgen fühlen wirst. Wenn du erst um 2 Uhr schlafen gehst, weil du nicht von Netflix loskamst, wird dein Schlaf schlechter, die wichtigen Tiefschlafphasen, die für die psychische Regeneration wichtig sind, werden kürzer und so bist du am nächsten Morgen nicht ausgeschlafen. 

 

Auch deine Schlafumgebung beeinflusst deine Schlafqualität, zB wenn dein Schlafzimmer voller elektronischer Geräte ist und du neben deinem Kopf dein Handy lädst. 

 

Hier ein paar Tipps (mehr Infos & Tipps zu gesundem Schlaf findest du im Artikel "Schlafen wie ein Baby"): 

 

  • Mit Sonnenuntergang keine künstlichen Lichtquellen mehr, musst du abends noch am PC arbeiten nutze eine Blue Blocker Brille. Für die Beleuchtung zu Hause Glühbirnen oder Kerzen 
  • Achte auf eine Schlafdauer von ca. 7 - 8 Stunden, gehe dafür vor Mitternacht ins Bett 
  • Sport bis 20 Uhr
  • Keinen Alkohol 
  • Schlaftemperatur von 18 Grad ist optimal (ich weiß im Sommer kaum möglich) 
  • Gut lüften und den Raum abdunkeln 
  • Keine Technik im Schlafzimmer 
  • Dein Schlafzimmer sollte klar strukturiert & aufgeräumt sein, es ist ein Rückzugs- und Erholungsort und sollte die dazu passende Atmosphäre haben (minimalistische Einrichtung, gedeckte Farben, angenehme Gerüche etc)
  • Für gutes Raumklima sorgen Pflanzen zB Aloe Vera, Efeu, goldene Palme, Schlangenpflanze, Bogenhanf
  • Ätherische Öle wie Lavendel, Vanille, Ylang Ylang und Melisse wirken entspannend
  • Und auch eine Abendroutine kann sinnvoll sein, um deinen Körper auf das Schlafengehen einzustimmen und mit dem Tag positiv abzuschließen

 

was ist denn mit der wichtigsten mahlzeit des tages?!

Gehört das Frühstück nicht auch zu einer guten Morgenroutine und dem perfekten Start in den Tag dazu? 

 

Viele Ernährungsberater, Coaches und Fitnesstrainer predigen regelrecht bloß nie das Frühstück ausfallen zu lassen. Das würde den Diäterfolg schmälern, zu Heißhunger führen und der Stoffwechsel käme nicht in die Gänge.

 

Betrachten wir es mal wieder rein evolutionär: 

Fred Feuerstein wacht morgens durch sein Cortisolhoch und den Sonnenaufgang auf. Er verspürt Hunger, also ...

 

schmiert er sich erstmal ein Nutellabrötchen?! 

 

Hunger führt ebenfalls zu einer Ausschüttung von Stresshormonen, zur Mobilisierung von Energie und das dann zu Bewegung. 

Fred muss auf die Jagd gehen, um seinen Magen zu füllen. Wäre er in einer solchen Situation nicht in der Lage gewesen, auch ohne vorheriges Essen leistungsfähig zu sein, dann gäbe es die Menschheit heute nicht mehr. Wir wären in der Steinzeit alle kläglich verhungert.  

 

In Fastenphasen, also zB in der Nacht, wenn du das letzte Mal um 19 Uhr gegessen hast, dann gewinnt dein Körper seine Energie aus den Reserven, also dem Fettgewebe. Und davon kannst du im Notfall locker 20 Tage überleben, ohne etwas zu essen. 

 

Dass ein Frühstück notwendig ist, ist eine Erfindung der Lebensmittelindustrie, mit ihren verzuckerten Müslis und dem ganzen Mist, der keine Stunde lang satt macht. Denn wie ist es denn überlicherweise heute? 

 

In der morgendlichen Hektik schmierst du dir schnell ein Brot und isst es auf dem Weg zum Auto oder du holst du dir unterwegs was beim Bäcker. 

Bei manchen Menschen gibts das Frühstück auch in der ersten Pause auf der Arbeit - lass mich raten: Brötchen? 

 

Warum Getreideerzeugnisse kein gutes Nahrungsmittel sind, kannst du im Artikel "Getreide" nachlesen. Aber soviel sei gesagt: Brötchen, Brot, Müsli und diese ganze Frühstücksfraktion, die du fertig kaufen kannst, enthalten keine Nährstoffe - du könntest genauso gut die Müsliverpackung essen und hättest ähnlich viel gewonnen.

Wahrscheinlich ist sie, weil "besonders Umweltfreundlich", sogar besser als das Brötchen, denn sie wurde zumindest nicht mit dem Gift Glyphosat besprüht.

 

Lange Rede kurzer Sinn... 

Unser typisches Frühstück liefert weder Nährstoffe, noch langfristige Energie oder Sättigung. Es führt dazu, dass du nach ein paar Stunden schon wieder Hunger hast und dich nicht mehr Konzentrieren kannst. 

Dein Körper ist rein evolutionär darauf geprägt sich zuerst zu bewegen und dann zu essen. Das funktioniert heute immer noch genauso, wie damals bei Fred Feuerstein. 

 

 

Für deine Morgenroutine heißt das

 

Du brauchst kein Frühstück, um gut in den Tag zu starten. Es ist reine Gewohnheitssache und deshalb absolut machbar, nur 2 Mahlzeiten am Tag zu essen. Die erste zum Beispiel zwischen 11 und 14 Uhr und die zweite zwischen 17 und 19 Uhr. 

 

Unabhängig davon, ob du nun frühstückst, weil du sonst bis zum Mittagessen in die Tischkante beißt oder den Süßigkeitenvorrat der ganzen Abteilung plünderst, oder ob du erst zur Mittagszeit etwas isst, deine Mahlzeiten sollten immer aus qualitativ hochwertigen Lebensmitteln bestehen. Die Grundlage bildet Gemüse, dazu  Protein und Fett (mehr zu evolutionär gesunden Ernährung kannst du in den Artikeln "Paleo Philosophie" und  "Paleo Ernährung" nachlesen). Denn nur hier finden sich Nährstoffe und sättigende Bestandteile, die deinem Körper das liefern, was er braucht.

deine individuelle routine

 

Aus diesem Empfehlungen kannst du dir nun deine individuelle Routine schaffen. Es gibt noch weitaus mehr, was du in deine Routine einbauen kannst: in die Natur gehen, Kältetraining in einem See oder Bach, deine Gedanken in ein Journal schreiben, inspirierende und wissenserweiternde Bücher lesen und Podcasts hören usw.

 

Es ist nicht schlimm, wenn du mal nicht alles aus deiner Routine einhältst, es geht hierbei ja nicht um Perfektion und die einzelnen Punkte wie eine Maschine hintereinander abzuarbeiten, nur damit du sie gemacht hast. Die Morgenroutine soll dir gut tun und du machst sie nur für dich.

 

Für mich sind zB die Mediation und das Trinken zwei unverhandelbare konstanten geworden. Egal was passiert, 5 Minuten morgens für das "gedankliche Zähneputzen" sind immer drin. Und wenn ich es doch mal auslasse, spüre ich auch den Unterschied, sodass ich es spätestens am nächsten Tag wieder mache. 

 

Tue genau das zu beginn deines Tages, was dir Energie und Fokus gibt, dich positiv stimmt und dich das Leben gestalten lässt, das du leben möchtest. Denn nichts, außer du selbst, hält dich davon ab, daran zu arbeiten und das, was du für dein Leben möchtest in die Tat umzusetzen. Du hast alles schon in dir, was du dafür brauchst, also leg los und sei glücklich in jedem Moment, den du hier verbringen darfst. Und dann trag dieses Glück auch nach außen und steck so viele Menschen wie möglich damit an. 

 

so sieht meine routine aus

 

Du bist bestimmt Neugierig und möchtest nun auch wissen, was ich in meiner Morgenroutine so mache. Also dann: 

 

6:00 Uhr der Wecker meines Handys klingelt, oft bin ich allerdings eh nur noch im Halbschlaf (vor allem jetzt im Sommer, wenn es schon so früh hell wird). Das Handy liegt im Flugmodus im Wohnzimmer, sodass ich auf jeden Fall aufstehen muss, um es auszumachen. 

 

  1. Toilette & Zähne putzen
  2. Manchmal kalte Dusche (hier bin ich noch nicht so konsequent)
  3. Anziehen, Kaffee vorbereiten und Morgendrink mit Wasser, Zitronensaft, Salz und Kurkuma trinken, dazu nehme ich noch meine Nahrungsergänzungsmittel
  4. Alle Fenster öffnen
  5. Yogamatte ausrollen & 10 Minuten einen Flow, der mir gerade in den Kopf kommt und gut tut 
  6. Direkt im Anschluss noch auf der Matte 5 Minuten Meditation
  7. Kaffee ist fertig :-) Mit Kaffee und meinem Journal / Kalender auf die Couch - Tag planen und Dinge für die ich dankbar bin aufschreiben
  8. Je nachdem was alles zu tun ist 30 - 60 Minuten lesen 
  9. Erst jetzt checke ich Nachrichten auf dem Handy, E-Mails, Social Media und beginne mit meinem Home Office

 

Das Lesen ausgeschlossen brauche ich für meine Routine ca. 30 Minuten, je nachdem wie lange ich Meditiere auch mal länger. Ich denke, dass es jeder schaffen kann, sich diese Zeit zusätzlich zu nehmen. Denn oft haben wir durchaus viel Zeit, verbringen sie allerdings einfach verschwenderisch mit Social Media, Frühstücksfernsehen oder anderen sinnlosen Dingen, die uns nichts nutzen. 

 


Probier es unbedingt aus, mindestens drei Wochen lang! So lange dauert es ungefähr, bis eine neue Gewohnheit geschaffen ist.

 

Beobachte die Veränderungen in deinem Alltag und auch mit welchem Gefühl, mit welchen Gedanken, mit welcher Stimmung und welchem Energielevel du den Tag beginnst und durchlebst. Ich bin so gespannt auf dein Feedback! 

 

Hast du Lust diese Erfahrung zu machen und brauchst ein wenig Motivation dabei? Dann lass uns eine "Challenge" daraus machen. 

 

Poste täglich deine Morgenroutine auf Facebook und / oder Instagram, nutze dafür den Hashtag #goodlifemorgenroutine und markiere mich mit @chantal.amend. 

 

So motivieren wir auch andere, entspannt und mit voller positiver Energie in den Tag zu starten. 

 

Damit du motiviert bleibst und deine ganz eigene, individuelle Morgenroutine erschaffst, stelle ich dir ein Dokument aus meinem Coaching kostenlos als PDF zur Verfügung, schreib mir einfach eine E-Mail, wenn du es zugeschickt bekommen möchtest. 

 

 

 

Machen wir den Morgen zu etwas Magischem und starten gemeinsam perfekt in den Tag! 

 

Liebste Grüße, 

dein Gesundheitscoach Chantal


 Quellen

 

http://www.functional-training-magazin.de/kaeltetraining/

https://ypsi.de/starte-jeden-tag-mit-himalayasalz-und-limettensaft-in-wasser/ 

 

Leo Pruimboom, Daniel Reheis, Martin Rinderer (2017). Das Wirk Koch Buch 

Tim Ferris. (2017). Tools der Titanen

 

 

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